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berichte
zoloft

 

 

geschrieben von Lea am 01. Februar 2001

Hallo!
Wie die meisten (oder alle) anderen von Euch leide auch ich am ständigen Erröten, und zwar seit über zehn Jahren (bin jetzt 25 J.). Da ich gehört habe, daß manche Antidepressiva gegen soziale Phobie wirken sollen und die Erythrophobie ja auch darunter fällt, habe ich es mit Zoloft versucht - und bin begeistert!!!
Ich hätte nie gedacht, daß das Erröten so dermaßen durch ein Medikament beeinflußt werden kann! Bevor ich das Zeug nahm, wurde ich ständig rot, war in keiner Situation mehr sicher. Und jetzt werde ich nur noch ganz selten rot! Ist also echt zu empfehlen.
Da mich das Erröten schon so lange so intensiv belastet, habe ich mich trotz der Wirkung von Zoloft für eine OP entschieden (habe am 8.02. einen Termin bei Dr. Tarfusser), da ich nicht mein Leben lang von Medikamenten abhängig sein will, es unangenehme Nebenwirkungen hat, sehr teuer ist (habe es über´s Internet bestellt, da ich mich nicht zum Arzt traute). Ich brauche einfach eine endgültige Lösung für dieses Problem, und hoffe, daß mir die OP diese bringen wird!
Wer sich jedoch nicht zur OP durchringen will oder kann, dem kann ich Zoloft wirklich sehr empfehlen. Wie gesagt, die Wirkung ist PHÄNOMENAL!!!
Viele Grüße,


Lea

   
geschrieben von Fridolin am 27. März 2001

... Bin dadurch auf das Medikament Zoloft gestoßen. Schon nach 2 Wochen ist die normale Gesichtsfarbe wieder wesentlich natürlicher geworden (heller u. bleicher). Aber auch in Situationen, die peinlich oder unangenehm sind, werde ich wesentlich weniger oder gar nicht mehr rot. Nach vier Wochen soll das Medikament aber erst richtig wirken!!!
Ich habe mir Zoloft vom Psychiater verschreiben lassen. Ich habe ihm einfach ganz ehrlich dieses Problem geschildert (bin dabei natürlich auch rot geworden) und er war damit vertraut (er hat mich auch nicht übermäßig angeguckt, sondern einfach Notizen gemacht- also keine Angst davor!)
Zoloft hat so gut wie keine Nebenwirkungen (außer am Anfang vielleicht etwas erweiterte Pupillen) und macht absolut nicht abhängig. Es ist also wirklich völlig harmlos und greift in die Prozesse des Gehirnes weitaus weniger ein, als z.B. Drogen wie Alkohol.
Ihr solltet also wirklich nicht so große Angst davor haben, nur weil es sich Psychopharmakum schimpft.
In Verbindung mit anderen Substanzen ist es übrigens auch weitgehend ungefährlich. Nur Alkohol wirkt damit etwa doppelt so stark. Aber ich zumindest blieb selbst als ich Alkohol getrunken hatte ganz ungerötet.
Da ich jedoch auch nicht ewig Zoloft nehmen will und kann, habe ich zusätzlich eine Verhaltenstherapie angefangen, in der ich konkrete Situationen einfach durchspreche und übe.
Ich merke, wie ich selbst ruhiger werde und mit meinem Leben wieder glücklicher. Habt also ruhig mal Mut für eine Zeit lang dieses Medikament zu nehmen! Ihr könnt ja ruhig zweigleisig fahren wie ich, um die wahren Ursachen unseres Problems aufzuspüren. Doch sich ewig quälen ist meiner Meinung nach wesentlich gefährlicher!!!


Fridolin
 

geschrieben von Jeanne am 20. Februar 2002

Ich wollte nur mal anmerken dass Zoloft erhebliche Nebenwirkungen haben kann!
Ich habe dieses Medikament zwar wegen Panikattacken, Depressionen und autoaggressivität erhalten aber ich glaube das ändert die Nebenwirkungen nicht *fg*.
Ich habe innerhalb von einem Monat 10 kg abgenommen weil ich nicht mehr essen konnte. (steht auch in der Packungsbeilage)
Ausserdem hatte ich ziemliche Taubheitsgefühle in den Beinen.
Alle anderen nebenwirkungen sind nur im geringen Maße aufgetreten.

Jeanne