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erröten und wein

 

 

erschienen auf healthandage.com
 

"Wenn Rotwein Sie erröten lässt..."

Francesca Fonte

Gar nicht so selten kommt dies vor: Immer wenn Sie sich ein Glas Weiß- oder Rotwein gönnen, reagieren sie "allergisch". Sie werden knallrot, ihre Nase ist verstopft oder läuft, vielleicht verspüren Sie zudem ein Engegefühl im Brustkorb. Die Auflösung: Sie leiden an einer Intoleranz auf bestimmte Weininhaltsstoffe und sollten besser die Finger lassen vom vergorenen Traubengetränk.

Eine Studie aus Frankreich zum Beispiel "outet" 0,2 Prozent der Franzosen als Betroffene solch einer allergieähnlichen Intoleranz. Um eine "echte" Allergie handelt es sich bei dieser Unverträglichkeit allerdings kaum. Meist steckt eine so genannte Histaminintoleranz hinter den Weinreaktionen. Den Betroffenen mangelt es an dem Enzym, das für den Abbau von Histamin wichtig ist. Histamin ist in hohem Maße in guten Rotweinen wie Bordeaux und Chianti zu finden.

Intoleranzen können aber auch nach dem Genuss von Riesling und Grauburgunder auftreten. In diesen Weinen ist es nicht das Histamin, sondern der Sulfit-Anteil des Getränkes, der empfindlichen Menschen Probleme bereitet.

Weißwein kann besonders bei Asthmatikern die Bronchien verkrampfen. Hier vermittelt das im Magen gebildete Schwefeldioxid eine Reizung der Atemwege. Atembeschwerden können aber auch auf eine Alkohol-Intoleranz hindeuten.

Intoleranzerscheinungen kann man natürlich vermeiden, wenn man auf die entsprechenden Getränke verzichtet. Wer das nicht möchte, kann sich in vielen Fällen auch durch Medikamente (Antihistaminika), die er vor dem Weingenuss einnimmt, schützen. Oder aber er trinkt ausschließlich Schlumberger-Sekt, denn der enthält weder Histamin noch Sulfide...
 

Quelle: Auslöser für Intoleranzen auf Weininhaltsstoffe sind vor allem Histamin und Sulfit / healthandage.com