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liebesgeschichte
sina + sascha

 

 

Geschrieben von Sascha am 10. Februar 2002
 

Sina und ich haben uns zusammen überlegt, wie wir unser Kennelernen am besten beschreiben können. Daher schildere ich das Ganze mal aus meiner Perspektive, damit man mit den Namen nicht durcheinander kommt - haben uns aber halt abgesprochen, wie die ganze Formulierung lauten soll - der Text stammt also von uns Beiden sozusagen.

Zunächst war die ganze Sache eigentlich nur auf das Thema Ery bezogen, damals dachte noch keiner von uns Beiden, dass sich daraus mal eine Beziehung entwickeln würde. Ich habe einen Beitrag von Sina im HH-Forum (Voy-Forum) gesehen, habe mir gedacht "da versuchst Du mal zu helfen" und habe Ihr - wie üblich - einfach nur auf ihren Beitrag geantwortet. Damit war die Sache eigentlich erstmal erledigt und wir hatten wochenlang keinen Kontakt mehr, bis wir uns eines Abends zufälligerweise im HH-Chat begegneten. Da noch viele Andere anwesend waren, kam eigentlich erst mal nur ein ganz normales Gespräch mit allen Beteiligten zustande, bis ich Sina fragte, ob Sie denn noch weitere Informationen braucht bezüglich HH oder Sonstigem. Wir einigten uns auf eine Verständigung per E-Mail, was sozusagen der Anfang des Kennenlernens war. Während der ersten E-Mails unterhielten wir uns das erste Mal auch ansatzweise über private Dinge, erzählten aus unserem Leben und "lernten" uns so ein wenig besser kennen.

Als die E-Mails immer länger, ausführlicher und interessanter wurden, kam Sina dann doch eines Abends der Gedanke, dass wir doch eventuell mal telefonieren könnten, weil man am Telefon ja einfach besser reden kann. Also hatten wir uns darauf geeinigt, dass ich am nächsten Abend dann anrufe. Schon nach den ersten paar Minuten des Gesprächs war "das Eis gebrochen" und wir fanden uns total sympathisch, hatten nicht die üblichen Anlaufschwierigkeiten , sondern verstanden uns direkt richtig gut. So wurde gleich aus dem ersten Gespräch ein zweistündiger "Marathon" :-)
Wir hatten uns einfach zu viel zu erzählen, ich hatte das Gefühl, dass uns eigentlich nie die Themen ausgehen würden - es sollten noch viele Telefonate folgen.Einige Tage später telefonierten wir erneut sehr lange, wobei wir uns immer sympathischer fanden und immer näher kamen. Ab diesem Zeitpunkt haben wir ein paar Wochen eigentlich täglich sehr lange telefoniert, uns Fotos geschickt, um auch mal ein Bild von seinem Gegenüber zu bekommen - und was soll ich sagen: Es passte einfach alles auf Anhieb. Die Telefonate wurden immer persönlicher, immer emotionaler und es stieg so langsam das "Kribbeln im Bauch" in einem auf. Nach ein paar Wochen wurde die Neugier so stark, dass wir Beide beschlossen, uns endlich mal "live" zu sehen - wir fassten also kurzerhand den Entschluss, dass ich Sina im 500km entfernen Ort besuchen fahre.

So setzte ich mich eines Freitagmorgens ins Auto voller Vorfreude aber auch Ungewissheit, was mich /uns denn erwarten würde. Nach stundenlanger, aber wie im Fluge vergehender Fahrt kam ich dann bei Sina an - nun also standen wir uns das erste Mal gegenüber und wir hatten Beide die Gewissheit, dass sich die Gefühle, die wir füreinander entwickelt hatten in den letzten Wochen, bewahrheiten. Es "funkte" eigentlich sofort und wir hatten von Anfang an das Gefühl, den anderen schon sehr lange zu kennen. Von diesem Punkt an war uns endgültig klar, dass wir uns ineinander verliebt hatten und so verbrachten wir ein wunderschönes Wochenende zusammen. Wir hätten uns vorher nie träumen lassen, auf diese Art und Weise zueinanderzufinden, da wir eh die letzten Jahre durch Ery und HH sehr eingeschränkt waren, was Partnerschaftssuche betrifft und Hemmungen hatten, überhaupt mal Abends wegzugehen, geschweige denn jemanden dann auch noch anzusprechen, der uns sympathisch erschien...

Umso unvorstellbarer ist es jetzt für uns, dass wir über diesen Weg einen Partner gefunden haben, der zudem noch total unseren Vorstellungen entspricht. Wir sind uns sicher, dass uns die Ery - so negative Begleiterscheinungen sie auch haben mag - zusammengebracht hat, da wir sonst bis Heute nichts vom jeweils anderen wüssten. Manchmal geht das Leben eben seltsame Wege, doch wir Zwei sind überglücklich, uns unter diesen Umständen gefunden zu haben und das sollte Motivation für uns alle sein, die unter Ery, HH oder sonstigen Krankheiten leiden, davon nicht seinen Alltag bestimmen zu lassen, weil das Leben trotz alledem so viele schöne Seiten zu bieten hat...

Viele Grüsse von Sina und Sascha