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"der panther"
gedicht

 

 

Lieblingsgedicht von Carsten am 16. März 2002

  

Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd geworden, daß er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf --. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille --

und hört im Herzen auf zu sein.

 

Carsten