_auswege

medikamente

  bitte bei verwendung von medikamenten vorher immer einen arzt zu rate ziehen!!
  nur nach eingehende untersuchung darf unterstützend eine medikamenteneinnahme
  erfolgen. nachfolgende medikamente dienen lediglich als orientierung,  die besten
  erfolge erzielt man bei unterstützender anwendung während einer therapie -
  erfolgsberichte findet ihr unter "berichte".
 
eine kleine übersicht relevanter medikamente gegen das schnelle erröten bzw. zur
  unterstützung dessen.

  vorab: laut mitgliederfeedbacks im forum scheint "cipralex" das "am besten
  geeignetste" zu sein.
  

psychopharmaka

  adumbran: wirkstoff oxazepam ( benzodiazepin )

  handelsnamen: durazepam, sigacalm, praxiten, noctazepam, oxazepam-
  ratiopharm, anxiolit, oxahexal

  einsatzgebiet: angstzustände

  anmerkungen: oxazepam wird auch als zusatzmedikation bei psychotischen
  angstzuständen empfohlen

  
  moxonidin: ( normoxin, physiotens )

  neueres, zentral wirksames antihypertensivum. moxonidin übt in der region, die als
  zentrum für die periphere regulation des sympathischen nervensystems angesehen
  wird, einen agonistischen effekt aus, dadurch wird die sympathikuswirkung auf die
  peripheren widerstandsgefäße verringert und der blutdruck gesenkt.

  wirkung: reduktion des sympathikotonus, blutdrucksenkung

  nebenwirkungen: mundtrockenheit, kopfschmerzen

   
 
seroxat: ( paxil )

  einsatzgebiete: depressionen, angstsörungen, panikattacken, zwangsstörungen

  anmerkungen: neues antidepressivum ( ssri=selektiver serotonin reuptake
  hemmer )

  nebenwirkungen: übelkeit, schläfrigkeit, kopfschmerzen

  weiterentwicklung daraus: cipralex.
   

  zoloft: wirkstoff sertralin

  insatzgebiete: depressionen, angstsörungen, zwangsstörungen

  anmerkungen: neues antidepressivum ( ssri=selektiver serotonin reuptake
  hemmer )
  

  clonidin: engl. clonidine

  antisympathotonikum mit imidazolin-struktur

  wirkung: senkt den peripheren sympathikus-tonus. bewirkt blutdrucksenkung
  aufgrund absinkenden herzzeitvolumens

  nebenwirkungen: müdigkeit, libido- und potenzschwäche, mundtrockenheit,
  verminderte magensaft-absonderung
  

betablocker

  betablocker ähneln den körpereigenen botenstoffen und verdrängen diese von den
  beta-rezeptoren ohne dabei eine reaktion auszulösen. über die verdrängung der
  botenstoffe von den rezeptoren wird deren wirkung aufgehoben oder abgeschwächt.
  dadurch führen betablocker zu einer blutdrucksenkung und einer verminderten
  herztätigkeit, was den sauerstoffbedarf des herzens senkt.
 

  beloc-zok: ( metropolol ), rezeptpflichtiges medikament

  die wirkstoffe beeinflussen das vegetative nervensystem, das für die unbewusste
  steuerung zahlreicher organfunktionen zuständig ist, wie z.B. verdauung, atmung,
  blutdruck oder herzfrequenz.

  anwendungsgebiete: bluthochdruck, koronare herzkrankheit, migräne

  nebenwirkungen: müdigkeit, kopfschmerzen, schwitzen, kältegefühle,
  missempfinden in armen und beinen / seltener: magan-darm-beschwerden,
  haarausfall, weniger tränenfluss

  hinweis: die behandlung ist eine langzeittherapie und darf ohne ärztliche
  anordnung nicht abrupt abgesetzt werden!
  

  dociton: ( propranolol, inderal )

  anwendungsgebiete: bluthochdruck, koronare herzkrankheit, migräne

  nebenwirkungen: müdigkeit, schwindel, kopfschmerzen, schwitzen, kältegefühle /
  selten: mundtrockenheit, bindehautentzündung

  inderal wird von dr. tarfusser empfohlen
  

frei verkäufliche medikamente

  kava-kava: rauschpfeffer-wurzelstockextrakt mit den als kavapyrone bezeichneten
  chemischen wirkstoffen kavain und dessen methoxy- und didydroxoderivaten
  yangonin und marindinin.

  ACHTUNG: seit 14.06.2002 aufgrund einiger verdachtsfälle unerwünschter
  arzneimittelwirkungen und leberbeteiligung nicht mehr zugelassen!!! fazit: finger weg!

 

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  hinweis: alle genannten medikamentenbezeichnungen unterliegen dem jeweiligen
  copyright des herstellers. mit "nebenwirkungen" sind "mögliche nebenwirkungen"
  gemeint. es besteht kein anspruch auf aktualität oder medizinische korrektheit.

 

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  weiterführende Literatur:

  "Angst vorm Erröten? Erytrophobie: Hintergründe, Auswege und Erfolgsberichte
  Betroffener", ISBN: 978-3-9808696-1-4, alles zum Thema "rot werden"

  "Serotonin-Wiederaufnahmehemmer", ISBN: 978-3804716384
 

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  e-mail: webmaster@erythrophobie.de .

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