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bericht klaus
arzt: dr. furrer

 

 

geschrieben von Klaus am 18. März 2001

Ich habe die ETS machen lassen, leider! Bei mir sind die Nebenwirkungen erheblich (starkes Schwitzen an Brust, Rücken und Beinen; extrem trockene Hände; Schmerzen auch noch zwei Jahre nach der Operation im Brustbereich und an den Narben). Das Beste daran: Ich erröte genauso wie früher...

Nachdem ich erfolglos operiert war und ich ziemliche Nebenwirkungen gespürt habe, brach für mich eine Welt zusammen! Alle Hoffnungen waren mit einem Schlag weggefegt. Ich fiel in ein absolutes Loch. Dass ich noch lebe habe ich dem Umstand zu verdanken, dass mich liebe Menschen wieder "aufgepäppelt" haben; dass ich wieder Geborgenheit in unserer Gesellschaft fand. Es hat mir geholfen mein Problem, mit dem ich wahrscheinlich mein ganzes Leben mit mehr oder weniger starken Ausprägungen Leben muss zu relativieren. Erröten ist keine Schande, erröten gehört zu uns: Das Buch von Doris Wolf spricht mir aus der Seele. Also: passt auf, wem ihr Euren Körper anvertraut. Ich jedenfalls rate allen nach wie vor vor einer ETS NACHHALTIG ab, wenn es auch positive Berichte zu lesen gibt, die allerdings meist nur kurz nach der OP geschrieben wurden.

Ich habe die Operation auf Anraten meines Hausarztes im Kantonsspital Chur bei Herrn Dr. Furrer durchführen lassen. Er hat mit dieser Operationsmethode viel Erfahrung und hat mir im Voraus durchaus gesagt, dass im Fall Erythrophobie die Erfolgswahrscheinlichkeit eher bei 50 - 60% liegt. Übrigens: Nach der Operation bin ich während etwa 2-3 Wochen nicht nennenswert errötet (das lag vielleicht an den eingenomenen Medikamenten?!), dann gings aber wieder los.

Klaus