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berichte
kava-kava

 

 

meldung am 05. Februar 2002
 
Entspannungsmittel Kava-Kava wird verboten
 

 
Bonn (rpo). Wegen des Verdachts schwerwiegender Leberschädigungen will das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) das frei verkäufliche Medikament Kava-Kava verbieten.

Das Bundesinstitut bestätigte am Montag in Bonn entsprechende Presseberichte. Es sei "nicht vertretbar", Kava-Kava weiterhin in Verkehr zu bringen. Deshalb sei beabsichtigt, die Zulassungen für Arzneimittel mit dem Bestandteilen der Kava-Kava-Pflanze zu widerrufen.

Nach Angaben der Behörde gibt es bundesweit 24 Berichte über den Verdacht von Leberschäden im Zusammenhang mit der Einnahme des Präparats, das als Mittel zur Entspannung, Eindämmung von Angst und Aufhellung des Gemüts beliebt ist. Unter den bekanntgewordenen Fällen waren Fälle von Leberversagen, Hepatitis und Leberzirrhose. Ausgenommen von den Beschränkungen seien nur Arzneien, in denen der Wirkstoff extrem verdünnt ist, hieß es in der Mitteilung des Bundesinstituts weiter.

Die Pharmazeutischen Unternehmen wurden aufgefordert, bis Dezember eine Stellungnahme zum geplanten Verbot abzugeben.