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bericht harry
arzt: dr. tarfusser

 

 

Geschrieben von Harry am 11. November 2002

Hallo!

So das hat lange gedauert bis ich mein Bericht abliefere aber hier ist er endlich. Ich habe also die Woche vor dem 24 September ganz spontan Dr. Tarfusser angerufen und gleich für die nächste Woche also für 24 September, es war Dienstag, ein Termin verabredet. Ich bin dahin mit meiner Mutter per Zug gefahren es hat 12 Stunden von Niedersachsen bis nach Meran gedauert und für Hin- und Zurückreise, 400 Euro ungefähr alleine schon die Fahrt gekostet. Ich bin da am Montagabend angekommen und mir vorher noch die Zimmer in dem Kolping Hotel (0039 0473 253200) reservieren lassen. Das war deswegen gut weil der Hotel 100 Meter von der Sankt Anna Klinik entfernt ist wo Dr. Tarfusser gewöhnlich operiert.

Am Dienstag typisches Gespräch mit Tarfusser und dem Narkose Arzt gehabt und dann war es soweit so um 10 oder 11 Uhr vormittags wurde ich operierst, angeblich Th2 Nerv mit einer Doppeltitanklammer.

In dem Gespräch hat Tarfusser alles mögliche ausgefragt und selber paar Geschichten erzählt aus seinem reichen Erfahrunkschatz an kuriosen Fällen die er mit dieser Krankheit schon erlebt hat, aber er nahm und nimm das Problem seriös und hat großes Verständnis für die Leute die das Problem haben und sein Einfühlvermögen in das Problem der Leute mit Erythrophobie ist ziemlich beachtlich differenziert.

Die Operation ist so ungefähr 1 St ohne Komplikationen verlaufen, oder doch wie er später zu mir sagte. Er hat Problemen an der linken Seite gehabt. Angeblich verläuft bei mir der Nerv da einbißchen nach Oben verschoben als auf der rechten Seite aber da er so ein erfahrener Arzt ist, hat er sofort gemerkt und darauf angemessen reagieren können. Kurz danach Röntgen gemacht und es scheint alles ok soweit gewesen zu sein. Essen habe ich nur leichte Suppe gekriegt, dafür, dass ich genug für eine Nacht in der Klinik bezahlt habe hätten sie ruhig vernünftiges Essen geben können, aber egal war ja nicht das Hauptsache der Reise gewesen.

Abends stellte ich fest, dass meine linke Hand kälter geworden ist während die Rechte angenehm warm und trocken war so wie Tarfusser es diesen Morgen prophezeit hat mit seinen Tarotkarten, nein Quatsch war ein Jock. Die arbeiten da schon ziemlich professionell in Italien(Meran) ;-))

Nächsten Tag ist das Problem mit Unterschiedlicher Temperatur der Hände immer noch da gewesen und ich habe das Tarfusser gesagt. Er hat es als vorübergehendes Phänomen abgestuft. Vor der Abreise gab’s noch mal ein ausführliches Gespräch und dann ging’s am Mittwoch um 11 Uhr nach Hause Richtung Deutschland.

So jetzt 2 Monate später ist das Problem mit der unterschiedlichen Händen immer noch geblieben und es hat sich nicht mal für eine Minute anders verhalten. Die rechte Hand warm und absolut trocken, schon fast Rissig während die linke immer kalt ist und jetzt sogar schwitzt einbißchen. Das hat sie aber schon vor einem Monat angefangen objektiv und davor subjektiv auch was wahrgenommen war mir aber nicht 100% sicher. Auf jeden Fall wenn ich mit Handschuhen arbeite ist der linke Handschuh richtig nass und der rechte absolut trocken als würde da Talkum drin sein.

Das Problem mit der zu trockenen rechten Handfläche versuche ich einbißchen mit Melkfett-Pur (Sennerin) zu bekämpfen, wurde mir von Jemanden als sehr gut empfohlen. Ist wirklich gut, hätte ich nicht gedacht.
Ohne sieht meine rechte Hand so aus als würde sie ständig im Talkum sein so richtig weiß und rissig und ziemlich extrem.

Habe nach 3 Wochen mit Dr. Tarfusser noch mal telefoniert. Er meinte es mag vielleicht am Sport liegen, dass da die Klammer verrutscht ist. Ich habe aber seit dem nur 5 min versucht zu joggen gehabt was mehr gehen war als joggen und das Problem war schon objektiv von ihm selber nächsten Tag in der Klinik wahrnehmbar gewesen. Also an mir kann es nicht liegen.

So das Problem selber kann ich immer noch nicht objektiv beurteilen da so was, was manche geschrieben haben, dass da ein Ery Impuls so richtig „krass“ (Ok ich übertreibe einbißchen) abgefangen wird habe ich absolut nicht feststellen können. Fazit ETS hat BEI MIR keine Wirkung auf Ery gehabt und noch zusätzliche Problemen mit den Händen beschert.

Heute habe ich gejoggt und musste feststellen, dass die linke Gesichtseite oben Richtung Stirn komplett verschwitzt war während die rechte absolut trocken. Also ist die Asymmetrie der unglücklich verlaufenden OP auch noch im Gesicht jetzt feststellbar. (Das währe z.B. eine Katastrophe wenn ich auf der Arbeit wenn ich schwitzen muss plötzlich nur link klitsch nass bin und recht absolut trocken bin im Gesicht.)

Was ich weiter machen werde weiß ich noch nicht. Es widerstrebt mir voll und ganz noch mal zu Tarfusser deswegen fahren zu müssen aber wenn es nicht weg geht und das ist nur meine naive Hoffnung, dass so was Objektives das schon 2 Monate andauerte weggehen wird, werde ich wahrscheinlich es doch tun müssen. Wird wieder 500 Euro oder mehr kosten, wenn Tarfusser seine Arbeit umsonst berechnen wird wie er gesagt hat, dass er das gelegentlich macht bei Korrekturen oder Entfernung der Klammern.

Ja ETS selbst hat 2800 Euro gekostet plus Reise 400 und Hotel 100 oder so, macht 3300 Euro.

Die zwei Narben recht und links unter den Axeln sind auch stark zu sehen, hoffe geht weg mit der Zeit. Muss bis jetzt aufpassen, dass ich die Arme nicht zu hoch heben bei der Arbeit damit die anderen es nicht sehen.

Kompensatorisches Schwitzen ist eben so, dass ich normal schwitze wie sonst außer eben nicht im Gesicht und an den Armen.

Zu Ery allgemeint. Es ist wenige heute geworden aber wahrscheinlich deswegen weil ich älter und ruhiger geworden bin. Vielleicht auch deswegen weil paar psychologische Bücher darüber gelesen und selber darüber öfters mal nachgedacht habe und Antistress Übungen wie Bioenergetik betreibe ich zusammen mit Sport auch so, dass mein Körper nie ins rote Dauerstress Bereich kommt und den Stress von dem Alltag gut abbauen kann damit es nächsten Tag wieder fit ist wie neu. All das zusammen hat Ery schon ziemlich auf das Nivea geschraubt wo ich zumindest dem notwendigen Althagsablauf normal nachgehen kann ohne große Problemen. Ja und Bewertung des Problems hat sich mit der Zeit auch ein bißchen verschoben, man sieht es Heute nicht so extrem als Teeneger damals wo es angefangen hat und wo man so gerne das coole Gesicht bewahren wollte. Heute scheint es mehr Egal zu sein was die anderen über dich denken, vielleicht auch deswegen noch.

Ja eine Sache währe vielleicht noch, esoterisches Denken hat auch sehr stark auf die Besserung des Problems abgefärbt. Nur neben bei am Rande.


So das war erstmal von meiner Seite.

Gruß
Harry
  


Geschrieben von Harry am 05. Januar 2003

Bericht nach der 2ten ETS.

So, ich war vor 4 Wochen wieder mal bei Dr. Tarfusser zu Nachbesserung der linken Seite da meine linke Hand und Gesichtshälfte schwitzten was auf asymmetrische Klammerung deutete was auch der Fall war. Die Klammer war nicht richtig gesetzt wurde da es sofort nach der ersten OP zusehen war. Es war zu Gast Dr. Telaranter gewesen mit dem Dr. Tarfusser eine schwierige 3 St Operation gemacht haben bei einem anderen Patienten also dürfte ich auch den kennen lernen. Dr. Tarfusser hat mir also 3 Klammer links gesetzt und dabei Ganglion Stelatos verletzt und sofortiges Horner Syndrom erzeugt auf dem linken Augen. Er dachte 3fach hält besser. Das obere Augenlied hängt jetzt zu hälfte runter, manchmal mehr manchmal weniger. Nach 3 St. hat Tarfusser die 2 oberen Klammern wieder entfernt und meinte es wird nach 3 Wochen weggehen. Dr. Fridrich der Narkose Arzt meinte noch es so zu lassen mit 3 Klammern. Zum Glück hat Tarfusser sein Vorschlag abgelehnt und sofort (nach 3 St) die oberen 2 Klammern entfernt und der Nerv ist nach Aussage des Tarfusser wieder expandiert.

So jetzt ist es fast 4 Wochen vorbei aber keine Besserung. Tarfusser angerufen. Wie immer viel erzählen und einen hoffen lassen, dass es irgendwann vielleicht weggeht.

Zusätzlich ist noch eine sehr negative Nebenwirkung sich sofort nach der OP eingestellt. Erstmal dachte ich es sei Erkältung. War aber keine und ich werde sowieso fast nie krank. Also meine beiden Nasenlöcher sind zu, so, dass ich kaum Luft kriege und deswegen seit der OP keine ruhige Nacht schlaffen konnte, weil ich keine Luft kriege. Sie sind sei der OP dauerhaft geschlossen. Polypen habe ich nicht. Die Innenschleimhäute in der Nase, ziehen sich wegen dem geklemmten Sympathikus einfach nicht zusammen. Sind dauerhaft geschwollen oder besser gesagt ausgedehnt. Mache jetzt täglich Nasenspülung so, dass ich einbißchen wenigstens atmen kann. Bringt aber wenig. Tarfusser meint die Nebenwirkung ist nicht unbekannt wenn auch selten und meint müsste VIELLEICHT irgendwann (so in 100 Jahren schätze ich, denn da werde ich sowieso tot sein) weggehen. Er ist aber in seinen Ausführungen unlogisch und sagt, dass er ein Arzt kennt der gegen Polypen ETS macht damit die Schleimhäute sich zusammenziehen. Es ist aber GENAU umgekehrt. Sie sind sau trocken und geschwollen und man kriegt keine Luft durch die Nase.

Ery ist auch nicht weg.

Dann war noch eine Sache. Tarfusser erzählte mir nach der ersten OP, dass meine linke Seite zu hoch ist und deswegen er ganz schön Oben klammern musste um Th2 Bereich zu erreichen.

Nach der 2en OP meint er aber, dass es zu Problemen kam da auf der linken Seite der Sympathikus ganz schön tief hängt.

Hat er ihn jetzt ausgeleiert und dann vergessen was er mir am Anfang erzählte? Ich denke ja!

Dr. Tarfusser ist selber wegen dem ganzen enttäuscht. Absicht war das nicht gewesen, aber man kann sehen wie es auch falsch verlaufen kann.

Jetzt sind die Klammer so, dass mein Gesicht und beide Hände symmetrisch absolut trocken sind aber wie gesagt der Preis dafür abgesehen von Standart Nebenwirkungen. Hängendes Augenlied und durch die Nase nicht atmen können und Ery immer noch nicht weg wie ich es vorgestern feststellen musste als Gäste zu Gast waren.

Also überlegt euch gut ob ihr ETS machen wollt. Die einzige Wirkung die sie hat ist die, dass sie durch Nebenwirkungen soviel neue Problemen schafft, dass man bei Zeiten das Hauptproblem manchmal vergessen tut.

Soweit mein Bericht.

Gruß
Harry
  


Geschrieben von Harry am 10. März 2004

Das ist mein 3ter Bericht nach der ETS und ich denke mein letzter. Es ist nun mal 1,5 Jahre seit der 2ten ETS vergangen. Mein Problem mit der komplett geschlossenen Nasse nach der ETS ist immer noch geblieben, so dass Schlaffen immer eine Qual ist, da man immer durch den Mund atmen muss und nach 1-2 Stunden zu trockenen Halts kriegt der extrem schmerzt, was im Endeffekt immer mit Atmen durch den Mud im Alltag bewirk, dass man immer leichte Halsschmerzen hat und paar andere unangenehme Entzündungen im Hals-Nasen Bereich.

Anmerkung: Es sind wie ich schon im 2tem Bericht erwähnte keine Polypen oder so was Ähnliches. Die hatte ich nie. Der geklemmte Sympathikus verhindert, dass die Schleimhäute in der Nase sich straffen können. (Eine ernstzunehmende Nebenwirkung der ETS!!!)

Das Horner Syndrom hat sich auch verschlechtert und wird jetzt nun mal nach 1,5 Jahre kaum sich weg entwickeln, obwohl man es immer noch hoffen mag. Die Pupille ist bis zum Maximum geschrumpft und das Augenlied hängt leicht runter, was beim Reden mit anderen Menschen zum weiteren Problem sich entwickelt hat.

ETS bereue ich nicht! Es hat mich ?sehr? verkrüppelt aber dafür auch härter gemacht, deswegen macht ETS Leute, denn wie Nietzsche zu sagen pflegt ? Was uns nicht umbringt, macht uns härter? aber ist nicht Zynismus ein Hinweis darauf, dass man innerlich verloren hat?

Ach ja, das Erröten!? Ich habe durch andere Nebenwirkungen der ETS ganz vergessen, dass es genauso wie vorher vorhanden ist, genauso schnell, nur eben die Bewertung des Phänomens ?Erröten? wurde im Bewusstsein verschoben, da im Hintergrund gerückt durch allgemeine Resignation.

Harry