-
bericht deborah
glaube

 

 

geschrieben von Deborah am 13. Mai 2007

ich habe diese homepage vor ca. eineinhalb jahren entdeckt.

zuvor glaubte ich echt alleine zu sein mit meinem problem.ich hab viele leute in vielen situationen beobachtet und bin zu dem ergebnis gekommen, dass ich wohl den erroetungseffekt als einzige in die wiege gelegt bekommen habe! auf dieser seite hab ich das erste mal gelesen, dass das was mit mir staendig passiert gruende hat, dass es andere gibt die leiden und dass meine angst einen namen hat!

meinen weg mit dem rotwerden moechte ich jetzt nicht naeher beschreiben, weil er mit den anderen sehr identisch war.ja war, denn es hat ein ende!

nachdem ich die berichte gelesen hab, war ich sehr deprimiert! wir alle lassen uns unser leben von so etwas abartigem vermiessen! nein, wir sind nicht krank, nein wir sind nicht allein und nein, das muss nicht ein leben lang anhalten!

bei mir kam echt die wende nachdem ich diese seite gelesen hab! ich hab beschlossen schluss zu machen! nicht mit mir, sondern mit dem rotwerden!

ich konnte in jener zeit meine haare nicht zusammenbinden, weil ich mit meinen langen haaren mein gesicht verstecken musste. ich konnte nicht in unserer kueche zu hause beim mittagessen hinterm tisch sitzen, bekam schon panik wenn ich daran dachte.es gab tage da wollte ich nicht aufstehen, weil ich schon beim aufwachen einen roten kopf hatte, aus angst was mich denn heute wieder alles erwartet....

ich habe begonnen mein leid jeden tag vor gott zu bringen, ich hab zu ihm geschrien, gefleht, geweint. und im festen vertrauen habe ich mir von ihm erwartet dass er es von mir nimmt. ich bin aber nicht still auf meinem stuhl gesessen und hab daeumchen gedreht, nein, ich hab auch meinen beitrag gebracht.ich wollte! ich wollte einfach frei sein!

ich hab vor einem jahr an weihnachten einen zettel gezogen mit einem bibelspruch, darauf stand: fuerchte dich nicht du wirst nicht beschaemt...er passte genau...ab diesem zeitpunkt hoffte ich.

ein jahr spaeter in der weihnachtszeit hat sich was in mir veraendert, ich weiss nicht was. und die angst wich nicht von einem tag auf den naechsten, sie wich schleichend, so wie sie schleichend zu mir kam! ich plante eine grosse reise im januar und einen tag vor der reise hab ich was gemacht worauf ich mein leben lang stolz sein werde und was ich frueher nie haette tun koennen.....

ich liess mir meine haare bis auf 2 cm kurz schneiden! ich konnte meine angst nicht mehr verdecken, sie stand im licht und ich lachte sie aus!

schon vor diesem zeitpunkt wich meine angst, aber ab diesem zeitpunkt war sie blossgestellt!

ich danke gott echt immer wenn ich daran denke, auch wenn ich meine vergangenheit anschaue, denn mein leben hat sich gedreht! klar, ab und zu steigt die hitze ins gesicht, aber ich hab keine angst mehr vor ihr! ich kann mich mit leuten unterhalten ohne rot zu werden, kann mich in die hinterste ecke stellen, eingeengt, bei hellem strahlendem licht und hab einfach keine angst, ich kann vor einer gruppe von leuten sprechen und fuehl mich total wohl dabei!

ja, mein leben hat sich gedreht! und wie gesagt, alleine haette ich das nicht geschafft, ich hab nich aufgegeben und mein gebet wurde von gott erhoert!

jetzt frage ich mich manchmal: was hatte diese zeit der angst fuer einen sinn?

ich denke mir schon dass sie fuer mich sinnvoll war!ich glaub dass sie einige schoene seiten an mir geformt hat, zum ausdruck gebracht hat. und ich hab schuechterne menschen sehr gern und empfinde schuechternheit keinesfalls als schwaeche!

ich hoffe , wenigestens einigen mut gemacht zu haben....meine message: gebt niemals auf, kaempft jeden tag euren kampf mit der angst, indem ihr sie belaechelt! wer an gott glaubt, der darf seine hoffnung voll und ganz auf ihn setzen! die angst wird ein ende haben!

eure debora